|
Der Historiale e.V.
Die Organisation des Geschichtsfestivals erfolgt durch den Verein Historiale e.V. Ziel des Vereins ist die Förderung der Volksbildung auf dem Gebiet der deutschen Geschichte.
Der Verein Historiale e.V., der hinter dem Geschichtsfestival steht, ist zehn Jahre alt und wurde im Gutshaus Steglitz von Historikern, Kunsthistoriker und interessierten Laien gegründet. Ziel sollte es schon damals sein, einen Beitrag zu leisten, Geschichte populär zu machen. Vorbild für ein belebtes Freilichtmuseum zur Geschichte von Brandenburg und Preußen war Colonial Williamsburg in Virginia, genau das Museum, aus dem Napoleon in Gestalt von Mark Schneider jetzt kam.
Es gab damals schöne, traditionsreiche und hervorragend geeignete Orte in Brandenburg für ein großes Museum. In eine Burganlage wurden inzwischen Wohnungen gebaut, die kulturelle Nutzung, die der Region Nutzen gebracht hätte, ist nicht mehr möglich. Auf einem historischen uralten Hof mit Burgruine und Herrenhaus sitzt jetzt ein Kartoffelbauer, der die historischen Gebäude kaum brauchen kann. Das Land Brandenburg hatte andere tolle Projekte, die gefördert wurden wie die Chipfabrik in Frankfurt an der Oder, die Rennstrecke Lausitzring oder das Projekt Cargolifter in Brand. Außer Spesen nix gewesen, könnte man für den Verein sagen. Das stimmt so nicht, weil einerseits die Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder sich fortsetze und schließlich in der Historiale mündete. Andererseits wurde aus dem geplanten Museumsshop des Museums für Brandenburgisch-preußische Geschichte die Berlin Story Unter den Linden. Der Buchhandlung fehlt das große Museum, aber es gibt eine kleine und hervorragend besuchte Ausstellung mit historischem Stadtmodell und einem Film über Berlin in acht Sprachen.
Dass das Interesse an Geschichte überwältigend ist, zeigt die erfolgreiche Buchhandlung Berlin Story. So entwickelte sich die Idee rückwärts, das Potential rund um die Buchhandlung, den Verlag, die Autoren, die Stadtführer, die Professoren als ständige Kunden, die Museumsleute zu nutzen, zu bündeln und diesmal nicht in Brandenburg sondern in Berlin etwas zu schaffen, was es so bisher nicht gab, nämlich ein jährliches Festival für Geschichte, nämlich die Historiale. Napoleon in Berlin sollte eigentlich nur der Versuch sein, wie wir es organisatorisch schaffen, in Zukunft ein Festival über zehn Tage aufzubauen. Der Verein wurde etwas umgebaut, anders benannt und bleibt vorerst ganz klein, um ein arbeitsfähiges Gremium ohne Vereinsmeierei zu erhalten. Der Zuspruch, den wir von allen Seiten erfahren haben, der Enthusiasmus der Mitarbeiter und Helfer, die fast euphorische Aufnahme in der Öffentlichkeit – all deutet darauf hin, daß wir unser Ziel diesmal erreichen könnten, ein schönes, begeisterndes, jährliches Geschichtsfestival in Berlin aufzubauen.
Wieland Giebel, Vereinsvorsitzender
|