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Historiale 2014

2014:  Sieg über Napoleon – Alexander in Berlin 1814

Napoleon in Berlin.

Das Jahr 1814 stellt eine entscheidende Zäsur in der europäischen Geschichte dar: Europa will Veränderung, Europa muss neu geformt werden. Die Chancen vor dem Wiener Kongress sind groß, alles ist in Bewegung und in Deutschland herrscht nationale Euphorie. Napoleon hat die Empfindungen der Menschen geweckt, Nationalgefühl, Stolz und Identität geprägt. Das Ende Bonapartes ist nur der Anfang großer Bewegung. Der Aufhänger zur Historiale ist jedoch die Verbindung zwischen Berlin und St. Petersburg.

Wir erinnern uns an die erste Historiale, wie Napoleon am 27. Oktober 1806 in Berlin mit seinen Truppen einzog. Diese Szene stellten wir mit Marc Schneider als Napoleon und mit 200 historisch gekleideten Soldaten 2006 am Brandenburger Tor nach. So begann die Historiale. So kamen wir erstmals in HEUTE und die TAGESSCHAU. So fingen wir an, Geschichte lebendig zu machen.

1814 erlebte Napoleon sein Waterloo und war geschlagen. Das möchten wir gern im August 2014 nachstellen. Die Szene war so: Vom Brandenburger Tor an bis zum Lustgarten befanden sich auf der Mittelpromenade der Linden Tafeln, an denen die Russen, die entscheidenden und starken Verbündeten Preußens, von König Friedrich Wilhelm III. bewirtet wurden.

Zar Alexander I.

„Die sämmtlichen Truppen, Russen und Preußen zusammen, wurden heute vom König festlich bewirthet; die Tafeln standen dicht gereiht über den ganzen Lustgarten und die Linden entlang bis an das Brandenburger Thor“, notierte Gräfin von Voß, vergleiche das im Berlin Story Verlag erschienene Buch „69 Jahre am preußischen Hofe – Aus den Erinnerungen der Oberhofmeisterin Sophie Marie Gräfin von Voss, mit einem Vorwort von Wieland Giebel“ 6. Auflage, Seite 309.

Die älteste Tochter des Königs und seiner verstorbenen Frau Königin Luise war aus St. Petersburg gekommen, Zarin Alexandra, die Preußin auf dem Zarenthron. Sie war verheiratet mit Zar Nikolaus I. Nikolaus war also der Schwiegersohn von Friedrich Wilhelm III. Erst eine Woche zuvor war der König vom Friedensschluss aus Paris zurückgekommen. Alexandra (als Charlotte von Preußen aufgewachsen) hatte ihn auf einem hölzernen Podium am Brandenburger Tor erwartet. Erst in der Nacht zuvor war die von Napoleon geraubte Quadriga wieder aufgestellt worden.

Diese Szene, den herzlichen Empfang der befreundeten russischen Truppen am 15. August 1814, möchten wir am Sonntag, dem 17. August 2014 nachstellen. Gedeckte Tafeln auf der Mittelpromenade vom Brandenburger Tor bis zum Lustgarten.

Als Lektüre empfehlen wir Ihnen die Erinnerungen der Oberhofmeisterin Sophie Marie Grafin von Voss “Neunundsechsig Jahre am Preußischen Hofe” mit einem Vorwort von Wieland Giebel, erschienen im Berlin Story Verlag.

 

Bildnachweis:

Bild 1: WikiCommons: Charles Meynier

Bild 2: WikiCommons: Jan Arkesteijn