Historiale 2013
Verlorene Vielfalt – Berlin im Nationalsozialismus
Nachdem wir im Jahr 2012 die 775-jährige Geschichte Berlins vor allem als eine Geschichte der Vielfalt darstellen werden, wird sich die Historiale 2013 einer Zeit widmen, die dadurch geprägt war, dass die Mannigfaltigkeit der Einflüsse auf dem Rückzug war. Während der zwölfjährigen Terrorherrschaft der Nationalsozialisten war das Leben in Berlin vor allem durch die Gleichschaltung des öffentlichen und privaten Sektors geprägt.
Mit dieser Kernaussage werden wir uns als ein Akteur des Themenjahres 2013 „Verlorene Vielfalt“ präsentieren. Wir werden zeigen auf welchen Gebieten die Vielfalt verloren ging. In einer Würdigung der Exilanten werden wir diejenigen Personen des kulturellen Lebens vorstellen, die aufgrund der repressiven Politik der Nazis ihre Heimat verlassen haben oder mussten. Wir werden außerdem zeigen, welche Gruppen besonders unter der Verfolgung zu leiden hatten und wie sich dadurch die Differenziertheit der deutschen Gesellschaft immer mehr verringerte.
Wie immer wird der Höhepunkt der Historiale auch 2013 im Nikolaiviertel stattfinden. Auf einer Bühne werden wir die zum Teil auch heute noch populäre Musik der 1930er und 40er Jahre aufleben lassen. An sehr vielfältigen Marktständen können Sie sich über die Geschichte Berlins informieren sowie deren kulturelle und kulinarische Vielfalt erleben.
Berlin war die letzte Festung im Eroberungszug der NSDAP in Deutschland, hier ließen die Nazis alle Instrumente spielen um den Staat trotz freier Wahl in die Diktatur zu stürzen. Und hier waren die Folgen der NS-Herrschaft noch über Jahrzehnte deutlich zu sehen. Wie es zu all dem kommen konnte, werden Sie durch ein vielfältiges Programm von Interviews, Buchvorstellungen, Filmvorführungen und Vorträgen erfahren.
Unser Buchtipp zur Historiale 2013: Berlin 1937 – Die Ruhe vor dem Sturm. Von Gianluca Falanga. Erschienen im Berlin Story Verlag.



