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Naturwissenschaftliche Sammlungen aus Deutschlands Kolonien

Naturwissenschaftliche Sammlungen aus Deutschlands Kolonien –
Trophäen oder Forschungsobjekte?
Vortrag von Dr.Hannelore Landsberg


Referentin Dr.Hannelore Landsberg
Die studierte Biologin ist die Leiterin der Historischen Arbeitsstätte des Naturkundemuseums und arbeitet am Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Beschreibung

Das heutige Museum für Naturkunde wurde 1810 gemeinsam mit der Berliner Universität gegründet. Abertausende von Forschern und Sammlern haben seitdem die Sammlungen des Museums mit Material versorgt. Die Reisemöglichkeiten waren eng verknüpft mit vorhandenen Verkehrswegen und politischen Gegebenheiten. So wundert es nicht, dass mit den Möglichkeiten der neuen Kolonialgebiete des Kaiserreichs, die Gelegenheit beim Schopfe gepackt wurde, in diesen Gebieten systematisch die Tierwelt zu erforschen. Es beteiligten sich sowohl Naturforscher, als auch Kolonialbeamte und Militärs an dieser gewaltigen Aufgabe. Trieben zunächst wirtschaftliche Erwägungen, die Gewinnung tierischer Erzeugnisse, Suche nach Bodenschätzen u.ä. die Forschungen voran, so gewann im Laufe der Jahre die wissenschaftliche Auswertung der naturwissenschaftlichen Gegebenheiten zunehmend an Bedeutung. Heute ist das wohl bekannteste Synonym der Sammlungen aus dieser Epoche der Riesensaurier im Lichthof des Museums für Naturkunde. Die zahllosen anderen Sammlungen, von Insekten bis zum erstmals beschriebenen Berggorilla, von akribisch verzeichneten Landkarten und Zeichnungen bis zu seltenen Mineralen, werden erstmals im Kontext „koloniale Erwerbung“ betrachtet und vorgestellt.

Vortragszeit
26. August, 16 Uhr im Berlin Story Salon

Berlin Story Salon
Unter den Linden 26
10117 Berlin

Eintritt: frei

www.berlinstory-salon.de
www.berlinstory.de