Menü
Social Media
Historiale Berlin Museum auf Qype

Historiale Berlin Museum auf Facebook
Newsletter
Email Addresse

Arbeiterbewegung in der Kaiserzeit

Arbeiterbewegung in der Kaiserzeit


Vortrag von Dr.Ursula Bitzegeio

Referentin Dr.Ursula Bitzegeio

Dr. Ursula Bitzegeio hat Politikwissenschaft, Vergleichende Religionswissenschaft, Psychologie und Romanistik an den Universitäten Bonn und Fribourg (Schweiz) studiert. Heute ist sie im Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Forschungsabteilung für Sozial- und Zeitgeschichte als Referentin für Arbeitsbeziehungen und Gewerkschaftsfragen tätig.

Beschreibung

Kaum jemand hat die Vielfalt und Vitalität der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie in der kaiserlichen Spreemetropole während des Industrialisierungsprozesses bislang besser beschrieben, als der Historiker, Theoretiker und Politiker Eduard Bernstein (1850-1932). In der dreibändigen „Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung seit ihren Ursprüngen in der 1848er Revolution“ breitet Bernstein aus, wie sich seit der Reichsgründung von 1871 innerhalb des politischen Zentrums des preußisch-deutschen Obrichkeitsstaates Berlin zur „Hauptstadt“ der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung entwickelte. Entlang seiner lebendigen Darstellung, deren Detailreichtum und Materialfülle sie zu einer einzigartigen Dokumentation Berliner Stadtgeschichte werden lässt, führt der Vortrag in einem ersten Teil in die Sozial- und Alltagsgeschichte der Berliner ArbeiterInnen ein und beschreibt ihr weitverzweigtes Organisationsnetzwerk sowie die spezifischen Formen ihres geistig-kulturellen Gemeinschaftslebens, dass auch während der Zeit der „Sozialistengesetze“ (1878-1890) ungebrochen fortdauert. Die Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung im Kaiserreich ist jedoch nicht die des kontinuierlichen Aufstiegs und einer geschlossenen „proletarischen“ Wirkmächtigkeit.Berlin ist im Gefolge des Ersten Weltkriegs auch politischer Brennpunkt für die Spaltung der Sozialdemokratie in (M)SPD, USPD und KPD. Und so wendet sich der zweite Teil des Vortrages diesmal nicht dem Historiker, sondern dem Politiker Bernstein und anderen prominenten Akteuren auf der politischen Bühne zu, fragt nach, wann und aus welchen Gründen ihre Biographien in das Berliner Leben eintauchen und gibt ihre Ansichten zu den zentralen Debatten jener Zeit um „Revisionismus“, „Massenstreik“, „Burgfrieden“ und schließlich um „Revolution“ wider.

Vortragszeit

27. August, 11 Uhr im Berlin Story Salon

Berlin Story Salon

Unter den Linden 26
10117 Berlin

Eintritt: frei

www.berlinstory-salon.de