Lange Nacht der Museen
Am Samstag, den 28. Januar findet die diesjährige Winter-Lange-Nacht-der-Museen in Berlin statt. Das Historiale Berlin Museum beteiligt sich zum ersten Mal an der Veranstaltung.
Die Lange Nacht steht in diesem Jahr ganz im Zeichen Friedrichs des Großen. Dieser wäre heute genau 300 Jahre alt geworden. Diesen Anlass haben die Veranstalter der Langen Nacht, die Kulturprojekte Berlin, genutzt, um eine stimmungsvolle Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der Königlich Porzellan-Manufaktur im Tiergarten abzuhalten.
Friedrich persönlich hatte diese Manufaktur einst gegründet. Nachdem die wichtigsten Informationen zur bevorstehenden Veranstaltung und einige lustigen Anekdoten aus den vergangen Jahren ausgetauscht waren, lud der Hausherr Jörg Woltmann auf einen Rundgang durch seine neu entstandene Ausstellung ein.
So wie jedes Museum, das an der Langen Nacht teilnimmt, haben auch wir uns ein Besonderheit für unsere Besucher einfallen lassen. An der Kasse ist ein Geschichts-Quiz in zwei Schwierigkeitsgraden erhältlich. Diejenigen Besucher, die alle Fragen richtig beantworten, bekommen von uns ein Buch geschenkt.
Neben vielen wissenswerten Dingen zu Friedrich erhalten Sie bei uns auch einen Überblick über die fast 800 Jahre Berliner Geschichte, die ohne Mitwirkung des Alten Fritz’ spannend und abwechslungsreich verlaufen sind. Wir freuen uns auf alle Besucher der Langen Nacht.
Wir auf der ITB 2012
Die Internationale Tourismus-Börse in Berlin ist mit knapp 12.000 Ausstellern die größte Tourismus Messe der Welt. Da dürfen wir natürlich nicht fehlen. Im Partnerbereich von Visit Berlin werden wir zwischen dem Deutschen Historischen Museum und Kultuprojekte Berlin stehen. Wir werden vom 07. bis 11. März 2012 sowohl das Geschichtsfestival Historiale als auch das Historiale BERLIN MUSEUM bewerben und neue Sponsoren und Partner suchen.
Werbung auf russisch
Im Historiale BERLIN MUSEUM analysieren wir permanent unsere Besucher. Wo kommen sie her? Was sehen sie an? Was interessiert sie an Berlin? Und welche Sprachen fehlen uns? Aus diesen Daten ergab sich, dass wir auch mal auf russisch werben müssen. Das sieht dann so aus.
Neue Ausstellungsstücke gestiftet
Das Historiale Berlin Museum umfasst derzeit weit über 300 Exponate. Viele davon sind originale historische Stücke. Bei Konzeption und Aufbau unserer Ausstellung konnten wir auf Auktionshäuser, Antiquariate und umfangreiche Privatsammlungen zurückgreifen. Nur so war es möglich, die Geschichte Berlins anhand von Exponaten anschaulich zu erzählen.
Seit der Eröffnung unserer Ausstellung sind schon einige weitere Exponate hinzugekommen, die uns entweder als Dauerleihgaben oder als Stiftungen von Privatpersonen zur Verfügung gestellt wurden. Erst gestern erreichte uns ein großer Umschlag mit alten Zeitungen, Rezeptbüchern und Ratgebern, die während des gesamten 20. Jahrhunderts entstanden sind. Maria Eiken aus Bremen hat uns diesen Schatz freundlicherweise zur Verfügung gestellt (siehe Bild). Wir prüfen derzeit, welche Stücke wir in unsere Ausstellung sinnvoll einbinden können.
Das Ergebnis werden Sie demnächst täglich von 10 bis 20 Uhr im Historiale Berlin Museum Unter den Linden 40 bewundern können.
Historiale Filme – Website komplett überarbeitet
Seit 2006 veranstaltet der Historiale e. V. jedes Jahr ein großes Geschichtsfestival mit einem festen historischen Bezug. Von Anfang an dabei ist Bernd Papenfuß, der unsere gesamte Arbeit auf Video dokumentiert hat. Er kam zu „Napoleon in Berlin 1806“ ans Brandenburger Tor und blieb.
Darüber hinaus hat er alle Filme, die im Historiale BERLIN MUSEUM zu sehen sind, geschnitten und damit den multimedialen Ansatz unserer Ausstellung möglich gemacht. Ursprünglich ist Bernd Taucher, war mehr als 20 Mal zum Drehen in Ägypten tief im Roten Meer und filmt auch heute unter Wasser.
Zu unserer eigenen Dokumentation und als Würdigung der Arbeit von Bernd Papenfuß haben wir die Historiale-Filme anschaulich und vollständig auf unserer Website zusammengestellt. Sie können sich die gesammelten Werke von Bernd Papenfuß nun hier komplett anschauen:
Neues Exponat – Mauser Modell 98
Seit heute ist das Historiale BERLIN MUSEUM um ein historisches Exponat reicher. In unserer großen szenischen Darstellung zur Stunde Null befindet sich seit heute ein exzellent erhaltenes Gewehr der Marke Mauser, Modell 98.
Das Gewehr 98 war in der Variante K98k die Standardbewaffnung der Wehrmacht ab 1935. Durch seine große Robustheit und Präzision ist das Verschlusssystem des Modell 98 mit über 100 Millionen gebauten Systemen das meistgebaute System der Welt.
Dieses Gewehr ist aus den Orginalbeständen der Wehrmacht und war zwischen 1941 und 1945 erst an der Westfront und dann an der Ostfront im Einsatz.
Auf dem Verschluss der Waffe ist über der Jahrszahl der Herstellung 1941 das portugiesische Wappen aufwändig eingefräst, da die Waffe ursprünglich für den Export nach Portugal bestimmt war.
In unsere szenische Darstellung fügt es sich auf doppelte Weise nahtlos ein. Zum einen entspricht es durchaus den Realitäten zum Kriegsende 1945, dass eine Unmenge an Waffen und Munition in den Trümmern der zerstörten Stadt verborgen lag. Zum anderen symbolisiert das Gewehr zusammen mit einem Stahlhelm (siehe Bild) den Schatten des vergangenen Krieges, der über der Szenerie liegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Waffe in die Bestände der neu gegründeten Bundeswehr eingegangen. Zu beachten ist hierbei, dass die Details, welche die Fertigung der Waffe in die Zeit des dritten Reichs datiert, nicht entfernt wurden und somit unter anderem mit Hakenkreuz geführt wurden.
Als Hersteller ist seitlich an dem Verschluß “Mauserwerke Oberndorf am Neckar A.G.” vermerkt. Die Werke wurden zwar 1945 demontiert, allerdings stellen die Mauserwerke inzwischen auch wieder Militärwaffen her.
Das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung setzt den Karabiner 98 noch heute im protokollarischen Dienst ein.
Wenn Sie unser neuesten Exponat persönlich begutachten möchten, dann können Sie das täglich von 10 bis 20 Uhr in unserer Ausstellung Unter den Linden 40 tun. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Die traurige Tür

Eines unserer Exponate ist eine echte Zellentür aus dem ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin Hohenschönhausen. Hinterder Tür hatten wir ein Foto angebracht, welches eine eben solche Zelle zeigte. Man kann also wie ein Stasi-Mitarbeiter durch den Türspion sehen und einen Blick in die Zelle werfen. Leider war eine Zelle damals so trist und trostlos, dass die Leute dachten, sie sähen auf die Wand des Museums. Diesen Effekt hatten wir mehrfach. Also tauschten wir nach langen Diskussionen das Bild gegen ein anders aus. Dieses zeigt eine andere Zelle, die aber als solche zu erkennen ist. Solche Überlegungen sind immer schwierig: Zeigt man das echte, was niemand erkennt? Zeigt man etwas anderes um das Bild zu vermitteln? An sich müsste man daneben stehen und es erläutern. Aber das geht auch nicht. Also nahmen wir diesen Weg und überlegen weiter, wie man die Situation lösen kann.
Lesungen mit Michael Bienert
Am gestrigen Donnertag und am vergangene Dienstag veranstaltete das Historiale BERLIN MUSEUM zusammen mit dem Berlin-
Story-Autoren Michael Bienert zwei Lesungen. Im Rahmen des Lesemarathons STADT, LAND, BUCH wurden die Werke “Kaiserzeit und Moderne” sowie “Die Zwanziger Jahre in Berlin” vorgestellt.
Die Plätze am Ausgang des Museums waren zu beiden Terminen gut gefüllt und die multimediale Aufbereitung kam gut bei den Zuschauern an. Die Bilder geben einige Eindrücke der Veranstaltung wieder.
Weitere Veranstaltungen der Reihe finden Sie unter folgendem Link:
Hinterhältige Interviews
Im Laufe der Jahre ist bei uns so einiges passiert. Veranstaltungsorganisation ist ein Bereich in dem man viel improvisieren muss, das war allen klar. Aber es gibt Situationen, da muss man es mehr tun als sonst. Die Pressearbeit haben wir nie eine Agentur machen lassen, auch das Clipping nicht. Es gab zwei Versuche dazu, die kläglich scheiterten. Und wir stehen auch so sehr gut da.
Wenn man den Kontakt zur Presse sucht, dann wird diese sich melden. Und zwar immer dann, wenn man es nicht erwartet. Eine der Geschichten die mir auch nach drei Jahren noch im Kopf geblieben ist ist ein Radio-Interview mit dem berliner Rock Sender Flux FM (damals noch Motor FM). Damals hatten wir das Thema “160 Jahre Märzrevolution von 1848“. Als ich noch friedlich schlummerte klingelte mein Handy. Im Halbschlaf ging ich ran. “Hallo, hier ist Motor FM, hast du Zeit für ein Interview?” – “öhh..jaa…wann…” – “Moment………..Hallo hier ist Motor FM und am Telefon haben wir Enno Lenze von der Historiale. Enno, warum sollten unsere Höhrer zur Historiale kommen?“. Das sind die Momente in denen einem vieles durch den Kopf geht. Zuerst: Wo bin ich, und woher kommt die Stimme neben meinem Kopf? Dann kurz realisieren was passiert ist. Und dann noch so eine komplizierte Frage. Aber gut, dafür haben wir ja lange genug solche Dinge durchgesprochen. “Nun, wenn die Revolutionäre damals nicht für Pressefreiheit eingetreten wären, könnten wir jetzt nicht dieses Interview führen und wir könnten kein Motor FM hören.” Situation gerettet, die korrekte Antwort geliefert. Die restlichen Fragen waren dann einfacher. Aber solche Situationen sind es ja, die unseren Job so spannend machen.
Historiale Trailer fertig
Seit 2006 veranstaltet der Historiale e. V. jedes Jahr das größte Geschichtsfestival Europas. Die Idee ist neu: Ein Festival, das wissenschaftlichen Anspruch und Unterhaltung verbindet, gibt es in dieser Form sonst nicht auf dem Kontinent. Die Gäste werden auf unkonventionelle Weise mit der Geschichte konfrontiert. Die Historie wird erlebbar.
Immer wieder boten wir den Zuschauern spektakuläre Aktionen. Bernd Papenfuß hat sie alle auf Video aufgenommen. Bei ihm hat sich über die Jahre bereits ein beachtliches Archiv angesammelt.
Bei der Vorbereitung der Historiale ist es notwendig, möglichst viele Partner für eine Teilnahme zu gewinnen. Am besten kann man diese überzeugen, wenn man ihnen vor Augen führt, wie das Festival abläuft. Um dies tun zu können, hat Bernd Papenfuß eine 15-Minuten-Zusammenfassung zusammengeschnitten, die alle Historialen von 2006 bis 2011 zusammenfasst.
Hier können Sie sich den Trailer anschauen:
Bisher wurden folgende Themen aufgegriffen:
2006: Napoleon in Berlin – 200 Jahre französisch besetztes Berlin
2007: Agenda 1807 – Die preußischen Reformen von 1807 bis 1813
2008 (1): 160 Jahre Märzrevolution – Europas Jugend nach Berlin
2008 (2): Das Friderizianische Berlin – Friedrich der große im Nikolaiviertel
2009: Die Kaiserzeit in Berlin – 1871 bis 1918 in Berlin
2010: Goldene Zeiten in Berlin – Die Zwanziger Jahre
2011: Hauptstadt der Spione – Berlin 1945 bis 1961





